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Tool 5.3: Interkulturelles Verständnis

Meine kulturellen Werte und mein persönlicher Arbeitsstil

Der erste Schritt zur Steigerung des kulturellen Bewusstseins und der Verbesserung Ihrer interkulturellen Kompetenz ist es, die eigenen kulturellen Werte und Vorlieben zu erkennen und zu verstehen, wie sich dies auf Ihre Kommunikation mit Anderen und Ihren persönlichen Arbeitsstil auswirken kann. Ziel dieses Werkzeugs ist es in erster Linie, die eigenen kulturellen Werte und den persönlichen Arbeitsstil zu erkennen und in weiterer Folge diese mit denen Ihrer Partner zu vergleichen
Schritt 1: Individuell ausfüllen
Bitte schauen Sie sich die folgenden gemeinsamen Wertvorstellungen, Verhaltenspräferenzen und Arbeitsweisen an. Setzen Sie einen Punkt auf der Skala von 1 und 10, je nachdem wo Ihre persönlichen Werte bzw. Präferenzen, in Relation zu den gegebenen Werten, liegen.
Die tatsächlich gewählte Zahl ist nicht der wichtigste Teil dieser Aktivität, wichtig ist es zu sehen wo Ihre Neigungen liegen (Sind diese eher beim einen Ende der Skala oder beim anderen?) und wie diese Ihren Kommunikations- und Interaktions-Stil mit Anderen in einer Arbeitsumgebung beeinflussen.
Schritt 2: Gemeinsam mit dem Kooperationspartner ausfüllen und besprechen
In einem zweiten Schritt bitten Sie Ihre(n) Kooperationspartner das gleiche Werkzeug auszufüllen. Vergleichen Sie gemeinsam die Ergebnisse. Nach Abschluss des zweiten Schritts dieser Aktivität nehmen Sie sich etwas Zeit zum Überlegen. Wie können sich Unterschiede auf Ihre Interaktion und Kommunikation auswirken? Wie können Sie es vermeiden, dass die Unterschiede eine negative Auswirkung auf die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Kooperationspartner haben?
Alternativer Schritt 2: Falls Sie keine Gelegenheit haben diesen Schritt gemeinsam mit Ihren Kooperationspartnern zu machen, könnten Sie auch folgendes tun:
Denken Sie über das Verhalten Ihrer Kooperationspartner nach und setzen Sie eine weitere Marke auf der Skala, die aus Ihrer Perspektive die Werte und Präferenzen Ihrer Kooperationspartner repräsentieren (Es empfiehlt sich ein P für Kooperationspartner zu wählen oder eine andere Farbe zu verwenden). Auf diese Weise können Sie Verhaltenspräferenzen vergleichen und feststellen, ob Partner anders sind als man selbst. Wenn Sie gerade nicht in einer Kooperation involviert sind, können Sie als Alternative eine(n) Arbeitskollegen/in wählen, welcher von Ihnen ganz anders wahrgenommen wird als Sie selbst.
Nach Abschluss des zweiten Schritts dieser Aktivität, nehmen Sie sich wieder etwas Zeit zum Überlegen. Wie können sich Unterschiede auf Ihre Interaktion und Kommunikation mit Ihrem Partner auswirken? Was können Sie tun, um diese Unterschiede zu vermeiden, sodass sie nicht in einen potentiellen Konflikt ausarten.
Worauf lege ich wert? Wie arbeite ich gerne? Wo auf der Skala würden Sie sich einordnen?
Individuell
Gruppe
Direkte Kommunikation
Indirekte Kommunikation
Gleichberechtigung
Hierarchie
Ergebnis/Aufgabe
Beziehung/Verhältnis
Risikofreudig
Risikoscheu
Arbeitsgewohnheiten und Praktiken
Manager als Boss
Manager als Team-Player
Einvernehmliche Entscheidungsfindung
Nicht partizipative Entscheidungsfindung
Offener/Direkter Konfliktstil
Indirekter Konfliktstil/Harmonie
Trennung Privat/Beruflich
Privat/Beruf vermischt
Informell
Formal und Protokoll
Wettbewerb
Kooperation
Veränderung
Tradition
Denkprozesse
Fortlaufend/Eins nach dem Anderen
Mehrere Sachen gleichzeitig
Analytisch
Intuitiv
Kommunikation
Rationale Kommunikation
Emotionale Kommunikation
Stille akzeptieren
Stille vermeiden
Dazwischen reden/unterbrechen
Ausreden lassen
Zeit und Zeitbewusstsein
Strikte Zeitbefolgung
Flexible Zeitansicht
Zeit ist knapp
Zeit spielt keine Rolle
Selbstwahrnehmung und physische Interaktion
Offen
Geschlossen
Nahe Interaktion
Interaktion mit Abstand
Behaglich bei Berührung
Unbehaglich bei Berührung
Hinweis: Diese Aktivität sollte Ihnen eine Vorstellung davon geben wie Partner arbeiten, managen, Entscheidungen treffen, mit Konflikten umgehen und wie Partner in der Regel im Rahmen einer Partnerschaft zusammenarbeiten. Sollte es der Fall sein, dass Ihre Verhaltenspräferenzen und Arbeitsweisen und die Ihrer Partner ganz unterschiedlich sind, müssen Sie unbedingt gemeinsam eine klare und offene Diskussion führen und sich überlegen, wie sie als Geschäftspartner mit diesen Diskrepanzen weiterhin umgehen wollen.

Checkliste für die Effektivität einer interkultureller Zusammenarbeit

Schritt 1: Beantworten Sie folgende Fragen für sich selbst
Lesen Sie die Fragen durch und beantworten Sie diese indem Sie ein Häkchen in die entsprechende Spalte platzieren.
Schritt 2: Beim nächsten Kooperationstreffen vergleichen Sie die Antworten mit denen Ihrer Partner, diskutieren sie über Unstimmigkeiten und einigen sie sich über Meinungsverschiedenheiten.
Symptome
Ja
Nein
1.
Wir haben einen wirksamen Mechanismus für den Umgang mit zwischenmenschlichen und / oder interkulturellen Konflikten erstellt.
2.
Kooperationen schaffen zum Teil Vertrauen, weil die Leute Verpflichtungen eingehen.
3.
Kooperationen schaffen zum Teil Vertrauen, da Fristen eingehalten werden.
4.
Kooperationen schaffen zum Teil Vertrauen, weil Partner eine enge Beziehung zueinander entwickeln.
5.
Kooperationspartner informieren sich gegenseitig über Schwierigkeiten, die sich innerhalb der Kooperation entwickelt haben.
6.
Kooperationspartner können leicht über Positives und Negatives innerhalb der Zusammenarbeit sprechen, einschließlich persönlicher Erfahrungen mit der Partnerschaft.
7.
Effektive Prozesse existieren um mit systembezogene Probleme bzw. zwischenmenschlichen Problemen umzugehen.
8.
Kulturelle Unterschiede wie z.B. verschiedene Zeitauffassung werden erkannt und behandelt.
9.
Unterschiedliche Arbeitsweisen, wie z.B. die Arbeit in einer monochromen (sequentiell, Aufgabe nach Aufgabe) oder polychromen (mehrere Aufgaben gleichzeitig) Art, werden anerkannt und respektiert.
10.
Die Werte die wir von Mitarbeitern erwarten, sind jene die wir selbst leben.
11.
Unsere Haltung gegenüber Unterschiede, die entstehen können, werden nicht wertend beurteilt.
12.
Rollen und Verantwortung werden klar definiert und jeder kennt den Job des Anderen.
13.
Die Kommunikation über die Kooperation findet über offizielle Kanäle statt.
14.
Kooperationspartner kommunizieren respektvoll miteinander.
15.
Die Kooperation hat eine offene und klare Kommunikation.
16.
Fragen und Interessen aller Partner werden gleichermaßen gehört und anerkannt.
17.
Macht- und Entscheidungsprozesse sind transparent.
18.
Kooperatives Arbeiten und gemeinsame Problemlösung sind die Norm.
Hinweis: Sollten in diesem Bereich mehrere Unstimmigkeiten entstehen, sind die Chancen relativ hoch, dass diese eine massive Auswirkung auf die Effektivität Ihrer Kooperation haben. Wenn Sie das Gefühl haben, die Unterschiede in den Arbeitsweisen und Vorstellungen sind sehr groß, überlegen Sie sich, ob Sie eventuell auf externe Unterstützung zurückgreifen, um die Effektivität in Ihrer Kooperation sicherzustellen.