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Tool 3.2: Anforderungsprofil

Definieren Sie in einem ersten Schritt zunächst Kriterien, die ein Unternehmen erfüllen muss, um als Kooperationspartner überhaupt in Frage zu kommen. Dies könnte beispielsweise sein, dass das Unternehmen ein bestimmtes Produkt anbieten muss, bestehende Vertriebskanäle im Zielland aufweist oder eine bestimmte Maschinenausstattung hat. Diese Kriterien stellen absolute Knock-out Kriterien dar (Beispiele für mögliche Kriterien finden Sie unten angeführt).

In einem zweiten Schritt werden sogenannte Wunsch-Kriterien festgelegt. Diese sind spezielle Anforderungen an die Kooperationspartner, deren Wichtigkeit für die Kooperation unterschiedlich hoch sein kann (Beispiele für mögliche Kriterien finden Sie unten angeführt).

Tabelle 1: Muss-Kriterien

Kriterium
Beschreibung


Tabelle 2: Wunsch Kriterien

Kriterium
Beschreibung


Kriterienkatalog (auszugsweise)

Dieser Katalog zeigt Kriterien auf, die für die Auswahl eines geeigneten Partners ausschlaggebend sein können. Dies soll Ihnen allerdings lediglich einen Überblick geben. Die für Sie entscheidenden Kriterien sollten selbst individuell festgelegt werden.

Kategorie
Beschreibung
Mögliche Kriterien (Beispiele)
Unternehmensgröße
Die Größe des Unternehmens hat mitunter einen Einfluss auf die Ausgestaltung und die eigene Rolle in der Kooperation
Mitarbeiterzahl, Jahresumsatz, Unternehmensbeteiligungen
Standort
Geographische Lage des Unternehmens (Firmensitz) und infrastrukturelle Anbindung
Geographische Nähe zu eigenem Unternehmen (Angabe km); Gute Erreichbarkeit mit Auto/Flugzeug/Zug
Zur Verfügung stehende Kapitalressourcen
Diese spiegeln die Liquidität bzw. die finanziellen Ressourcen des Unternehmens wider
Höhe des Eigenkapitals; zur Verfügung stehender Dispositionskredit; Zugang zu Fördermitteln
Der Besitz immaterieller Vermögenswerte
Nicht monetäre Vermögenswerte
Markenname; Ruf der Firma; gut ausgebildete Mitarbeiter
Komplementäre Ressourcen und Fähigkeiten
Der Grad, zu welchem die Ressourcen des Partners mit jenen des eigenen Unternehmens kombiniert werden können
Sich ergänzende Vertriebskanäle, die gemeinsam genutzt werden können; sich ergänzendes Marktwissen, das dann gemeinsam eingesetzt werden kann; Komplementäre Produkte
Besondere Fähigkeiten und Kompetenzen
Fähigkeiten oder Fertigkeiten, die nur von diesem Partner in die Kooperation eingebracht werden können
Partner, der ein Produkt hat, das in dieser Form von keiner anderen Firma angeboten wird; Patente und technische Ausstattung
Netzwerke
Bestehende Kontakte und Geschäftsverbindungen in bestimmten Märkten
Bestehende Vertriebsstrukturen im gewünschten Auslandsmarkt; Kundenkontakte im Drittmarkt
Kosten bei Wahl einer Alternative
Die Kosten, die es verursachen würde, statt der Kooperation eine andere Alternative zu wählen
Z. B. Kosten, die anfallen würden, wenn das Unternehmen vor Ort eine eigene Niederlassung gründen würde
Kenntnis des Marktes und erleichterter Marktzugang
Das Know-How, die Erfahrung sowie der Marktzugang des potentiellen Kooperationspartners
Kenntnis des Wettbewerbsumfelds und der (potentiellen) Kunden; Erfahrung mit landestypischen Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften; Verständnis der Kultur
Unternehmerische Fähigkeiten
Die Fähigkeit der Führungskräfte, das Unternehmen effizient und effektiv zu führen
Die Fähigkeit, Gruppen konsensorientiert zu leiten; die Fähigkeit, Veränderungen im Konsumentenverhalten vorzeitig zu erkennen
Fähigkeit, qualitativ hochwertige Produkte und Leistungen anzubieten
Die Fähigkeit des Unternehmens, den Kunden die geforderte Qualität der Produkte zu bieten
Geringe Fehlerraten in der Produktion; sehr gute technische Ausstattung; Qualitätssiegel; Auszeichnungen
Bereitschaft, Erfahrungen und Wissen zu teilen
Bereitschaft des zukünftigen Partnerunternehmens, eigene Erfahrungen und Wissen zur Verfügung zu stellen
Teilen von technischem Wissen, Markt-Know-How, etc.
Ähnlichkeit der Unternehmen
Unternehmen sind sich in Ihrer Organisation, Führung, Kultur etc. sehr ähnlich
Ähnliche Firmenkultur; ähnliche Unternehmensgröße
Kooperationserfahrung
Erfahrungen, die bereits in Kooperationen gemacht wurden
Die Anzahl an bisherigen Kooperationen; Erfahrung in internationalen Kooperationen
Innovationskraft
Die Innovationsstärke des Partners
Unternehmen hat eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung; es werden ständig neue Produkte entwickelt, Anzahl Patente