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Tool 2.2: Potenziale und Risiken von Kooperationen

Bevor Sie sich für eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen entscheiden, sollten Sie sich über die Potenziale und Risiken, die eine Kooperation mit sich bringt, im Klaren sein.

Im Folgenden finden Sie eine Reihe der größten Potenziale und wichtigsten Risiken, die mit einer Kooperation verbunden sind. Bitte wägen Sie ab inwiefern diese Ihr Vorhaben beeinflussen können und beachten sie diese im weiteren Kooperationsablauf.

Tabelle 1: Potenziale von Kooperationen

Potenzialart
Beschreibung
Wie schätzen Sie das Potenzial einer Kooperation für Ihr Vorhaben ein?
sehr
gering
gering
hoch
sehr
hoch
Mögliche Maßnahmen zur Nutzung des Potentials
Spezialisierungsgewinn
Möglichkeit, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und die Schwächen durch Partner auszugleichen
Größenvorteile
Erreichen des nötigen Volumens, um etwa günstigere Einkaufspreise zu erzielen oder Großprojekte (wie beispielsweise Ausschreibungen) abzuwickeln
Wissenszuwachs und Innovation
Entstehen von Prozess- und Produktinnovationen sowie Ideen für neue Dienstleistungen durch den Informations- und Erfahrungsaustausch
Ausbau des Kunden­stammes
Angebot einer breiteren Produkt-/Dienstleistungspalette, gemeinsame Akquisition und Bearbeitung von Projekten und gegenseitige Vermittlung und Empfehlung
Marktzutritt
Erwerb von lokalen Erfahrungen, Know-how und Beziehungen durch ausländischen Partner
Kosten- und Effizienzvorteile
Ressourcenbündelung um Kapazitätsauslastung zu erzielen, gemeinsame Fortbildung zu organisieren oder Marketingmaßnahmen zu ergreifen -> Kosteneinsparung bei gleichbleibender Qualität
Risikoverteilung
Verteilung des Risikos neuer Unternehmungen wie beispielsweise den gemeinsamen Markteintritt (z. B. durch gemeinsame Investitionen)
Quellen zu den Potenzialarten: Umbauer, G., Lämmerer, W., Eder, W., Fröschl, W., Jahnel, H., Kovac, C., Krenn-Neuwirth, E., Mayer, B., & Zenker, G. (2005). Erfolgreich kooperieren! Unternehmensnetzwerke anbahnen, realisieren und begleiten, Graz: Leykam.; Flocken, P., & Loose, A. (2005). Unternehmenskooperationen und Netzwerke im Handwerk, in: Becker, T., Dammer, I., Howaldt, J., Killich, S., & Loose, A. (Hrsg.) Netzwerkmanagement: Mit Kooperation zum Unternehmenserfolg, Berlin/Heidelberg/New York: Springer, S. 133-141.


Tabelle 2: Risiken von Kooperationen

Risikoart
Beschreibung
Wie schätzen Sie das Risiko einer Kooperation für Ihr Vorhaben ein?
sehr
gering
gering
hoch
sehr
hoch
Mögliche Maßnahmen zur Risikoverminderung
Beziehungsrisiko
Konflikte zwischen den Partnern, weil einer der Kooperationspartner versucht, seinen Nutzen etwa durch Betrug oder Verrat zu maximieren oder Konflikte, die aufgrund kultureller Unterschiede und verschiedener Arbeitsweise entstehen.
Effizienz- und Leistungsrisiko
Risiko der Nichterreichung von gesetzten Zielen zur Leistungs- und Effizienzsteigerung
Risiko des Know-how Verlustes
Verlust des eigenen Wettbewerbsvorteils
Flexibilitätseinbußen und Autonomieverlust
Gegenseitige Abhängigkeit und unflexiblere Akquisition und Abwicklung eigener Aufträge
Innovationshindernis
Partner verlassen sich darauf, Zugang zu neuen Technologien durch die Zusammenarbeit zu bekommen -> Verzicht auf eigene Investitionen in Innovation
Rechtliche Risiken
Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht durch Zusammenschluss konkurrierender Unternehmen
Unterschätzen des Koordinationsaufwandes
Zusätzlicher Kommunikations-, Abstimmungs- und Organisationsaufwand in Partnerschaften je nach Kooperationsintensität wird oft unterschätzt
Partnerauswahl
Gefahr, den falschen Kooperationspartner auszuwählen (stellt Eigeninteresse vor gemeinsamen Interessen, kein Vertrauensvoller Umgang möglich, bringt nicht die notwendigen Ressourcen ein etc.)
Quellen zu den Risikoarten: Senarclens de Grancy. Interorganisationale Geschäftsmodelle: Kooperation statt Konkurrenz – Eine Analyse mit Fallbeispielen im internationalen Kontext, Linde Praktikerskripten, Linde.; Flocken, P., & Loose, A. (2005). Unternehmenskooperationen und Netzwerke im Handwerk, in: Becker, T., Dammer, I., Howaldt, J., Killich, S., & Loose, A. (Hrsg.) Netzwerkmanagement: Mit Kooperation zum Unternehmenserfolg, Berlin/Heidelberg/New York: Springer, S. 133-141.